Haus der Zukunft

Das annährend dreieckige Grundstück am Kapelleufer ist geprägt durch unterschiedliche Nachbarschaften. Einerseits geben die östlich und westlich geplanten Bürogebäude durch ihr Bauvolumen in einem hohen Masse das städtebauliche Gefüge vor, andererseits gibt es durch die südlich gelegene Spree und den Bahndamm im Norden eine klare Ausrichtung der Parzelle. Es gilt einen städtebaulichen Baukörper mit einer entsprechenden urbanen Architektur zu entwickeln, welcher sich einerseits in das zukünftige räumliche Gefüge einpasst und andererseits einen charakteristischen architektonischen Ausdruck erhält, welcher der öffentlichen Nutzung gerecht wird und sich von den anonymen Architekturen der unmittelbar angrenzenden Bürogebäude dezent abzuheben vermag.

Durch die Setzung eines präzisen fünfeckigen Baukörpers wird auf die eigenwillige Geometrie des Grundstücks reagiert und gleichzeitig klare Zwischenräume zu den Nachbargebäuden generiert. Die oben erwähnte Ausrichtung verlangt nach einer Adresse und somit nach einem Haupteingang zum Kapelleufer hin. Gezielte Einschnitte in den Baukörper sollen einerseits funktionalen Anforderungen, wie der gewünschten Durchwegung vom Humboldthafen zum Charité-Gelände hin, einer Terrasse für die Cafeteria und der räumlichen Ausbildung des Haupteingangs Rechnung zu tragen. Andererseits verleihen eben diese Einschnitte dem Gebäude seinen charakteristischen Ausdruck, welcher einem öffentlichen Gebäude – mit der Aufgabe als Ort der Präsentation von und des Dialogs über Wissenschaft und Innovation – an solch prominenter Lage gebührt.

Der Aussenraum, welcher zwischen dem Haus der Zukunft und dem Neubau des BMBF entsteht, ist geprägt durch das fallende Terrain im nördlichen Bereich zum Charité-Gelände hin. Durch ein organisch anmutendes Rampensystem soll eine barrierefreie Erschliessung ermöglicht werden, welche die unterschiedlichen Koten des Geländes auf selbstverständliche Weise miteinander zu verbinden mag. Im Unterschied zu der linearen Anordnung der Strassenbegrünung soll hier durch lose Baumgruppen und Sitzgelegenheiten ein kommunikativer, zum verweilen einladender Begegnungsraum entstehen.

Bauherrschaft
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung BBR

Status
offener zweistufiger Projektwettbewerb, engere Wahl für 2.Stufe, 2012

Mitarbeit
Jovanka Rakic

Portfolio

Büroprofil / CV

Patrick Roost Planung Architektur wurde 2007 als Einzelfirma von Patrick Roost gegründet und 2010 in eine GmbH umgewandelt. Die Bandbreite der seither bearbeiteten Projekte reicht von kleineren privaten Aufträgen über Wohnungs- und Infrastrukturbauten bis zur Renovation und Erweiterung von denkmalgeschützten, historischen Gebäuden sowie grossmassstäblichen Bebauungs- und Masterplänen. Neben dem Bauen ist die Bearbeitung von Wettbewerben und Studienaufträgen ein zentraler Bestandteil des Büros.

Patrick Roost diplomierte 2001 an der ETH Zürich bei Prof. Hans Kollhoff. Praktische Erfahrung erlangte er durch Praktika und Mitarbeit in verschiedenen renommierten Deutschschweizer Büros, u.a. bei Fickert & Knapkiewicz und Christ & Gantenbein. 2002-2003 arbeitete er bei Cecil Pierce & Assoc. Architects in New York. Seit 2011 war er mehrmals Gastkritiker an der ETH Zürich. Patrick Roost ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

 

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